Prozessautomatisierung in Hamburg: Papiere werden gelesen, nicht abgetippt

Prozessautomatisierung in Hamburg beginnt beim Stapel eingescannter Papiere

Prozessautomatisierung hat es in Hamburg meist nicht mit sauberen Datensätzen zu tun, sondern mit Scans: Frachtpapiere, Zolldokumente und Lieferantenrechnungen, jeder Absender mit eigenem Layout. Im größten Seehafen des Landes hängt an jeder Sendung ein Stapel Belege, und irgendwo dazwischen sitzt jemand und überträgt Positionen. Regelbasiertes Auslesen kommt hier schnell an seine Grenze. Eine Vorlage passt zu einem Absender, beim nächsten steht die Positionsnummer an anderer Stelle. Für Spedition, Terminalbetrieb und Import heißt das: entweder eine Vorlage je Partner pflegen oder das Lesen einem Modell überlassen, das die Struktur selbst erkennt.

Was aus einem Belegstapel wird

Aus dem Scan entstehen strukturierte Positionen: Absender, Nummer, Datum, Menge, Preis, Steuersatz, jede Zeile mit dem Bildausschnitt verknüpft, aus dem sie stammt. Danach wird gegen den Auftrag oder den Wareneingang geprüft, und nur Abweichungen gehen an einen Menschen. Workflow-Automatisierung verschiebt damit die Arbeit vom Abtippen zum Entscheiden. Wer eine Position anzweifelt, sieht den Beleg dazu, ohne im Ordner zu suchen. Das ist auch der Unterschied zu einer Erkennung, die nur Text ausgibt: Ohne Herkunftsnachweis pro Zeile prüft am Ende doch wieder jemand alles. Die Arbeitsteilung ist einfach: Sie stellen echte Belege Ihrer häufigsten Absender bereit und sagen, welche Angabe im Zweifel gilt. Aufbau, Testsatz, Prüfregeln, Betrieb und Überwachung liegen bei uns. Neue Absender kommen später dazu, ohne dass jemand bei Ihnen eine Vorlage pflegen muss – das ist der Punkt der ganzen Bauweise.

Prozessautomatisierung mit Texterkennung und Prüfschritt dahinter

Der Ablauf ist deterministisch, das Modell übernimmt einen Schritt: aus Bild und erkanntem Text strukturierte Felder machen. Danach greifen Regeln – Summenprobe, Steuerprüfung, Abgleich mit Stammdaten und Bestellung. Ergibt die Probe keinen stimmigen Beleg, wird nichts gebucht, sondern der Fall geht mit Begründung in eine Liste. Gemessen wird an einem Testsatz aus echten Belegen Ihrer häufigsten Absender. Alle Modellaufrufe laufen über ein eigenes Gateway mit Kostengrenze, protokolliert und mit versionierten Anweisungen; verarbeitet wird auf Servern in Deutschland und der EU. Neue Absender werden aufgenommen, ohne dass jemand eine Vorlage baut.

Was aus Belegfotos entstanden ist

Aus einem abgeschlossenen Projekt, ohne Kundennamen: Aus fotografierten Belegen entstanden 3 579 Positionen und daraus ein Verzeichnis mit 24 Lieferanten, jede Zeile mit dem zugehörigen Belegdokument hinterlegt. Die Belege waren nicht sauber: schiefe Fotos, Knicke, handschriftliche Ergänzungen. Genau deshalb taugt der Fall als Maßstab. Was nicht sicher gelesen wurde, ist als unsicher markiert und nicht stillschweigend geraten worden – und das ist die Eigenschaft, an der sich eine Abnahme festmachen lässt.

Was vor dem Start als abgenommen gilt

Vereinbart werden vor dem Start der Testsatz, die Sicherheitsschwelle für automatisches Buchen, der Umgang mit unlesbaren Belegen und das Verhalten im Fehlerfall. Geliefert wird in Teilen, jede Teillieferung wird für sich geprüft; Quellcode, Anweisungen, Testsatz, Dokumentation und Zugänge liegen vom ersten Tag an für Sie bereit. Für einen abgegrenzten Ablauf passt der Werkvertrag: fester Preis, Abnahme gegen die Kriterien aus dem Angebot. Für den Betrieb danach ein Rahmenvertrag mit Einzelaufträgen. Fachfragen klären wir direkt, Aufgaben und Weisungen an unsere Entwickler gehen über unsere Projektleitung.

Hamburg, Hamburg

  • Größter Seehafen Deutschlands: Logistik, Spedition, Reedereien und Terminalbetreiber prägen die Wirtschaft – mit vielen Prozessen zwischen Zoll, Fracht und Buchhaltung.
  • Luftfahrt-Cluster mit Airbus in Finkenwerder und Lufthansa Technik am Flughafen Fuhlsbüttel, dazu ein Netz von Zulieferern.
  • Medien- und Verlagsstandort: Spiegel, Zeit, Bauer Media und große Agenturen sitzen in der Stadt.
  • E-Commerce und Versandhandel: die Otto Group hat ihren Sitz in Hamburg-Bramfeld.
  • Universität Hamburg, Technische Universität Hamburg in Harburg und HAW Hamburg als Quellen für Ingenieure und Informatiker.
  • Windenergie und erneuerbare Energien: Zentralen und Vertriebsgesellschaften von Turbinenherstellern und Projektentwicklern.
  • HafenCity als neu entwickeltes Büro- und Wohnquartier, in dem viele Beratungs- und Technologiefirmen sitzen.
  • Hafenwirtschaft und Handel arbeiten mit vielen Altsystemen – Schnittstellen und Datenübernahmen sind hier Alltag, nicht Ausnahme.

Häufige Fragen

Prozessautomatisierung Hamburg: Sehen Sie sich unseren Wareneingang vor Ort an?

Ja, ein Termin vor Ort lässt sich einrichten, und für die Aufnahme ist er hier besonders nützlich: Wir brauchen echte Belege der häufigsten Absender und die Prüfschritte, die heute im Kopf ablaufen. Beides zusammen ergibt den Testsatz, an dem später gemessen wird.

Wie erkennt das System, dass ein Beleg falsch gelesen wurde?

Über Proben, die unabhängig vom Lesen sind: Summe der Positionen gegen den Gesamtbetrag, Steuersatz gegen Betrag, Absender gegen Stammdaten, Menge gegen den Auftrag. Stimmt eine Probe nicht, gilt der Beleg als unsicher und wird nicht gebucht, sondern zur Prüfung vorgelegt.

Was passiert mit Belegen, die niemand zuordnen kann?

Sie bleiben sichtbar offen, mit Bild, erkanntem Text und dem Grund der Ablehnung. Nichts verschwindet still, und nichts wird geraten. Wird ein solcher Fall von Hand entschieden, fließt er in den Testsatz zurück, damit derselbe Belegtyp beim nächsten Mal erkannt wird.

Termin für Hamburg vereinbaren

Projekte laufen über unsere eigenen Arbeitsplätze und Werkzeuge, verständigt wird sich auf Deutsch. Ein Büro in Hamburg gibt es nicht – Vor-Ort-Termine dort richten wir ein, wenn Sie es wünschen.