KI-Implementierung in München: aus dem Modellversuch wird ein geprüfter Ablauf

Der Münchner Pilot, der nie in den Betrieb kam

Eine KI-Implementierung in München scheitert selten am Modell, sondern an dem, was darum fehlt. In der Nähe von TUM, LMU und dem Forschungscampus in Garching gibt es viele Teams, die früh mit Sprachmodellen gearbeitet haben; der Versuch überzeugt in der Demo und bleibt stehen, sobald jemand nach Datengrundlage und Bewertung fragt. Bei Halbleiter- und Elektronikfirmen im Süden der Stadt sieht man dasselbe von der anderen Seite: Prüfprotokolle liegen als Fließtext vor, die Fälle sind zahlreich und gleichen sich. Nur weiß niemand, wie gut ein Modell sie wirklich trifft, solange es keine Menge gibt, an der man das misst.

KI-Implementierung beginnt bei der Datengrundlage

Der erste Schritt ist keine Modellauswahl, sondern eine Sammlung echter Vorgänge aus Ihrem Haus, zu denen die richtige Antwort bekannt ist. Diese Menge wird zur Messlatte: An ihr sehen Sie, wie oft das Modell trifft, wo es danebenliegt und welche Fälle es gar nicht bekommen sollte. Parallel entsteht die Wissensbasis. Regeln, Produktwissen und Prüfvorschriften werden durchsuchbar abgelegt, und geantwortet wird ausschließlich aus Einträgen, die ein Mensch bestätigt hat. In einem Projekt sind so 50 Regeln aus einem Chatverlauf an einem Tag zu einer produktiven Wissensbasis geworden.

Woran wir Qualität messen

Statt eines Gesamteindrucks werden Fehler nach Klassen getrennt: falsch zugeordnet, unvollständig, erfunden, unsicher. Für jede Klasse steht vorher fest, was geschehen soll — Rückfrage, Vorlage an einen Menschen oder Abbruch. Daraus wird ein Regelwerk, das versioniert ist wie Quellcode: Prompt, Kontextaufbau, Schwellen. Ändert sich etwas daran, läuft die Bewertungsmenge erneut durch, und Sie sehen an denselben Fällen, ob das Ergebnis besser oder nur anders geworden ist. Das ist die eigentliche Arbeit hinter KI-Entwicklung, nicht die Wahl eines Anbieters.

Was eine KI-Implementierung an Prüfbarkeit mitbringt

Jede Antwort trägt ihre Herkunft: welcher Eintrag der Wissensbasis sie belegt, welches Modell sie erzeugt hat, wer sie freigegeben hat. Alle Aufrufe laufen über ein eigenes Gateway mit harter Kostengrenze und werden protokolliert. Welche Felder das Modell erreicht, was vorher entfernt oder ersetzt wird und welcher Anbieter verarbeitet, steht vor dem ersten Aufruf schriftlich fest; betrieben wird in Deutschland oder der EU. Ehrlich bleibt die Grenze: Ein Modell wird schnell, wo Fälle sich gleichen und viele sind. Über den Aufbau des Datenwegs und über Sonderfälle entscheidet ein Entwickler.

Was Ihr Haus dafür beisteuert

Zwei Dinge brauchen wir von Ihnen: Zugang zu echten Vorgängen und einen Menschen, der sagen kann, welche Antwort darauf richtig gewesen wäre. Alles andere — Zerlegung der Dokumente, Aufbau der Suche, Schwellen, Protokoll — ist unsere Arbeit. Ohne solche Vorgänge bleibt jede Aussage über Qualität ein Eindruck, und genau daran sind die Versuche gescheitert, die wir im Münchner Umfeld zu sehen bekommen. Reicht die Datenlage für eine belastbare Bewertung nicht, sagen wir das vor dem Angebot und schlagen vor, zuerst zu sammeln statt zu bauen.

Abnahme gegen vereinbarte Fehlerklassen

Was abgenommen wird, steht vor dem Start im Angebot: welche Fehlerklassen zulässig sind, welche Fälle das Modell nie allein entscheidet, wie der Schattenlauf gewertet wird. Geprüft wird an Ihren echten Vorgängen, nicht an Beispieldaten. Abgegrenzte Vorhaben laufen als Werkvertrag zum Festpreis mit Abnahme, offene Erkundungen als Dienstvertrag nach Tagessatz; der Zeitrahmen steht im Angebot. Bewertungsmenge, Prompts, Regeln und Quellcode stehen Ihnen vom ersten Tag an offen. Ein Termin vor Ort in München ist für Auftakt und Abnahme möglich.

München, Bayern

  • Sitz von Konzernen aus Automobil, Versicherung und Elektrotechnik: BMW, Allianz, Munich Re und Siemens haben ihre Zentralen in der Stadt.
  • Halbleiter- und Elektronik-Cluster im Süden der Stadt und im Umland, unter anderem mit Infineon in Neubiberg.
  • Technische Universität München und Ludwig-Maximilians-Universität – zwei der größten Universitäten Deutschlands, mit dem Forschungscampus in Garching vor den Toren der Stadt.
  • Entwicklungsstandorte internationaler Software- und Cloud-Anbieter, darunter Microsoft, Google und Apple, konzentriert im Stadtgebiet und in den Landkreisen ringsum.
  • Dichte Zulieferer-Landschaft für Automobil- und Luftfahrtindustrie im Großraum – mit entsprechend vielen Mittelständlern, die Software und Automatisierung zukaufen.
  • Hohe Gehälter und ein enger Arbeitsmarkt für Softwareentwickler: offene Senior-Stellen bleiben lange unbesetzt.
  • Messestandort mit Fachmessen für Elektronik, Automation und Bau; die Messe München liegt in Riem am Ostrand der Stadt.
  • Verkehrsknoten: Flughafen München im Erdinger Moos, ICE-Anbindung über den Hauptbahnhof, Autobahnring A99.

Häufige Fragen

Können Sie den Auftakt in München vor Ort machen?

Ja, nach Absprache. Besonders die Aufnahme des Vorgangs lohnt sich vor Ort, weil dort die Regeln sichtbar werden, die in keinem Handbuch stehen. Der laufende Austausch findet danach in Ihren Kanälen statt.

Wie messen Sie, ob die KI funktioniert?

An einer Bewertungsmenge aus Ihren echten Vorgängen mit bekannten richtigen Antworten und an Fehlerklassen, die vor dem Start vereinbart sind. Gewertet wird im Schattenlauf, bevor etwas nach außen geht.

Was passiert, wenn das Modell etwas erfindet?

Antworten kommen nur aus freigegebenen Einträgen der Wissensbasis und tragen den Beleg, auf dem sie beruhen. Findet sich keiner oder liegt die Sicherheit unter der vereinbarten Schwelle, fragt der Ablauf zurück, statt zu raten.

Termin für München vereinbaren

Projekte laufen über unsere eigenen Arbeitsplätze und Werkzeuge, verständigt wird sich auf Deutsch. Ein Büro in München gibt es nicht – Vor-Ort-Termine dort richten wir ein, wenn Sie es wünschen.